Wenn Alt-J auf Werchter jede Menge Alt 3 spürt

In den späten Nullerjahren entstanden, sind Alt-J ein Synonym für frühe Indie-Musik. Die Arrangements verschiedener Sounds sind zu einem bekannten, fast schon kultigen Motiv geworden.

Alt-J hier bei einem Auftritt in Budapest (Bild: Attila Kisbenedek/AFP)

Alt-J hier bei einem Auftritt in Budapest (Bild: Attila Kisbenedek/AFP)

Der Bandname Alt-J ist eine Tastenkombination, die für das in der Mathematik verwendete griechische Zeichen Delta steht. Alt 3 (die Tastenkombination für Herz) ist das, was dem Trio aus Leeds in Werchter entgegen gekommen ist.

Obwohl Alt-J vor allem für ihre erkennbare Klangzusammenstellung bekannt sind, war ihre Bühnendarstellung auch ein Schwerpunkt ihres Auftritts in der Werchter-Scheune „The Barn“.

Dass Alt-J eine starke Live-Band ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Schon viele Minuten vor dem Auftritt des britischen Trios war das großräumige Zelt bis auf den letzten Platz besetzt und das sollte auch das ganze Konzert über so bleiben.

Bei „Matilda“, einem der beliebtesten Songs, waren alle Hände in der Luft. Aber auch die neuen Songs wurden in Werchter stark inszeniert und Alt-J hinterließ zum wiederholten Male einen mächtigen Eindruck auf der Werchter-Wiese. „Breezeblocks“ war ein perfekter Abschluss des knapp einstündigen Auftritts. Die Zeile „Oh please don’t go“ sicher der Wunsch vieler der anwesenden Zuschauer, aber leider wurde dieser von Alt-J am Freitagabend nicht erfüllt.

Christophe Ramjoie