„Back to the Stage“ geht in die zweite Runde

Am Wochenende heißt es wieder: "Back to the Stage", organisiert von Chudoscnik Sunergia auf den Bühnen des Alten Schlachthofs. Drei Bands stehen wieder auf der Livestream-Agenda: die Compact Disk Dummies, der Solokünstler Aprile und das Duo Glass Museum.

Nach der erfolgreichen Erstauflage von „Back to the Stage“ am 2. Mai mit Yves Paquet, Grundrauschen und La Jungle geht das Livestream-Event am Samstag, 13. Juni in die zweite Runde: Diesmal werden Compact Disk Dummies, Glass Museum und Aprile im Alten Schlachthof in Eupen zu sehen sein.

Wie beim letzten Mal streamt Chudoscnik Sunergia die Konzerte wieder über Youtube, die Facebook-Seite und die Webseite des Alten Schlachthofs. Start war um 20 Uhr.

Glass Museum

Glass Museum (Bild: Barthélemy Decobecq)

Glass Museum (Bild: Barthélemy Decobecq)

Glass Museum ist ein Duo, das einen einlädt, in seine Klangwelt einzutauchen: eine Welt zwischen Jazz und Elektronik, geprägt von mitreißenden Rhythmen und Melodien. Wer sich drauf einlässt, verliert sich und vergisst alles andere um sich herum.

Und genau das wollen Pianist Antoine und Schlagzeuger Martin mit ihrer Musik auch bezwecken. „Das ist auf jeden Fall auch das, was ich empfinde, wenn ich Musik mache“, sagt Antoine. „Und Martin geht es, glaube ich, genauso: sich erlauben, einen Moment außerhalb von Raum und Zeit zu erleben, sich auf die Klang-Schönheit der Instrumente konzentrieren und sich über die Musik gemeinsam auf eine Reise begeben.“

Dabei beruhen die Lieder meistens auf einem Grundgerüst, das Antoine am Klavier komponiert hat. „Im Grunde ist es am Anfang immer eine Komposition, die ich gemacht habe. Und Martin ist dann derjenige, der die Komposition nochmal umkrempelt, damit es ein Stück wird, das wir zu zweit performen können“, erklärt Antoine. „D.h. die erste Idee kommt von mir und dann kommt der Rest und wir proben.“

Erfahrung mit Online-Konzerten haben die beiden auch schon. Drei bis vier haben sie bereits gespielt. „Eines war auch echt beeindruckend. Das war ein belgisches Jazz-Festival bei Studio Quatre, mit einer besonderen Location und renommierten Jazzkünstlern. Es war für uns besonders, dabei zu sein, weil wir auch nicht nur puren Jazz machen. Die waren alle so professionell und wir sahen uns eher als Amateure. Das war eine tolle Erfahrung“, erinnert sich Antoine.

Am Samstag werden er und sein Bandkollege Martin dann ab 20:40 Uhr in Eupen zu sehen sein.

Compact Disk Dummies

Compact Disk Dummies (Pressefoto)

Compact Disk Dummies (Pressefoto)

Die Compact Disk Dummies sind ein Duo aus Flandern, bestehend aus den beiden Brüdern Lennert und Janus Coorevits. Eigentlich wären sie dieses Jahr beim Eupen Musik Marathon zu sehen gewesen, aber da der ja wegen der Corona-Krise flach gefallen ist, hat Chudoscnik Sunergia die Jungs jetzt kurzerhand zum Livestream-Konzert eingeladen.

Die Brüder machen Elektro-Pop, manchmal auch Punk, „mit scharfen Ecken und Kanten“, wie Lennert sagt. Es dürfe also hier und da auch mal was härter sein, sagt er. Bei einem Livekonzert könne es da durchaus auch mal heftig abgehen. Am Ende laufe es immer auf Elektro-Pop-Musik hinaus – mit einem experimentellen Touch, aber immer gut tanzbar.

Ihr neues Album heißt „Neon Fever Dream“. Den Titel hatte Lennert schon länger im Kopf. Er stehe symbolisch für das Album, das auch sehr viel Science Fiction beinhalte. Das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch alle Songs des Albums.

Seit 2009 machen die beiden Brüder, die jetzt 27 und 25 Jahre alt sind, schon Musik zusammen. Das Zusammenspiel sei in jeder Hinsicht sehr gut, eben weil man sich so gut kenne, sagt Lennert. Sie hätten sich zwar beide auch verändert im Laufe der Zeit, doch das Verhältnis sei familiär und sehr professionell zugleich.

Ihr Livestream-Konzert im Alten Schlachthof startet am Samstag um 21:15 Uhr.

Aprile

Aprile (Pressefoto)

Aprile (Pressefoto)

Aprile heißt eigentlich Nicolas Donnay und er ist keine unbekannte Nummer. Sein Hit „Cheap Chick“ hat ihm 2015 erste Türen geöffnet, so dass er bei bedeutenden Festivals wie den Francofolies in Spa, dem Brussels Summer Festival oder Les Ardentes mitmachen konnte.

Nicolas wusste schon immer, dass er Musik machen möchte und musste für seinen Erfolg hart kämpfen. Irgendwann wolle man halt mehr, als nur im Wohnzimmer zu singen. Und mit „Cheap Chick“ sei die Sache schließlich ins Rollen gekommen.

Unterstützung bekam er dabei auch von seinen Eltern. Sein Vater ist Comedian, seine Mutter eine Italienerin, die selbst gerne singt. Sein Künstlername „Aprile“ ist übrigens der Familienname seiner Mutter.

Erfahrung mit Livestream-Konzerten hat Aprile auch, trotzdem ist er gespannt auf seinen Auftritt ohne Publikum. Das sei schon etwas Besonderes. Start seines Konzerts im Alten Schlachthof ist um 20 Uhr.

mitt/js/mg/sr

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