Biggis ESC-Tagebuch: Zu Besuch beim belgischen Botschafter

Es ist gute Tradition, dass der belgische Botschafter im austragenden Land einen Empfang für die angereisten Journalisten gibt. Dort gibt es die Möglichkeit für Interviews und Plaudereien in einem außergewöhnlichen Ambiente. Seine Exzellenz Olivier Belle unterstützt Eliot mit allen Kräften.

Botschafter Olivier Belle liegt väterlich den Arm um Eliot (Bild: Wolfgang Grube)

Botschafter Olivier Belle legt väterlich den Arm um Eliot (Bild: Wolfgang Grube)

Der belgische Botschafter in Tel Aviv, Olivier Belle, lud nicht in die Botschaft, sondern in seine Residenz in einem Vorort ein. Und auch nicht, wie seine Kollegen anderorts, tagsüber, sondern am frühen Abend im Ambiente der Dämmerung. Mich hat sehr beeindruckt, wie hier überall mit dem Thema „Sicherheit“ umgegangen wird. Nicht nur in ganz Tel Aviv und insbesondere am Veranstaltungsort finden kaum unmittelbare Sicherheitskontrollen statt, sondern auch die Botschaftervilla stand nicht unter besonderem Schutz. Und trotzdem fühle ich mich überall sicher.

Es war ein großartiger Abend an einem besonderen Ort in intimer Atmosphäre und die geladenen Gäste hatten die Gelegenheit, Eliot kennenzulernen und mit ihm, abseits des offiziellen ESC-Geschehens, zu plaudern. Unter den Gästen waren auch der Teilnehmer aus Portugal (Conan Osiris) und Miki, der Spanien in diesem Jahr vertritt. Eliot und Miki haben sich hier in Tel Aviv sehr angefreundet und Miki sagte in einer Pressekonferenz, wenn er sich einen Song-Contest-Künstler aussuchen dürfte, mit dem er zukünftig zusammenarbeitet, so wäre es Eliot aus Belgien.

Pascal Buffin, der Minister Counsellor, hatte mich aus der ersten belgischen Pressekonferenz in Erinnerung, in der ich eine freche Frage gestellt hatte. „Eliot sieht aus wie Feuerwehrmann in einer viel zu großen Jacke“. Mea Culpa! Ja, stimmt, vielleicht war ich nicht gerade diplomatisch, aber siehe da: Meine Bemerkung hat man bei der Delegation ernst genommen und Pascal sagt, die Jacke müsse Eliot tragen, weil sie von einem belgischen Designer entworfen wurde, aber nun würde er sie offen tragen und das sei optisch sehr viel gefälliger. Na – geht doch!

Unter den Gästen entdeckte ich auch Blanche, die vor zwei Jahren in Kiew mit dem Lied „City Lights“ einen hervorragenden vierten Platz erreichte. Auch Eliots Eltern sind mit nach Israel gereist. Pierre Demoulin, den Komponist beider Titel, habe ich leider nicht entdecken können.

Es war eine großartige Gartenparty mit belgischen Fritten und natürlich belgischen Waffeln und an diesem Abend fühlten wir uns alle wie zu Hause. Und nach dem entspannten Auftritt von Eliot auf der kleinen Bühne im Garten waren sich alle Gäste einig: Er schafft es ins Finale.

Biggi Müller

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