Jori Klomp ist der neue Chordirektor des Theater Aachen

Er ist 27 Jahre jung und seit einigen Wochen Chordirektor des Theater Aachen: Jori Klomp. In Malmedy geboren, hat Jori Klomp sich als Saxophonist, Countertenor und Chorleiter - unter anderem in Recht - bereits einen Namen machen können.

Jori Klomp

Bild: Marie-Luise Manthei

Wenn bei den Opernproduktionen im Theater Aachen der Chor ins Spiel kommt, dann hat Jori Klomp das Ensemble vorbereitet und er steht meist in den Kulissen, um den Sängern den Einsatz zu geben. Mit 27 Jahren diesen Posten zu bekleiden, das hat sich der junge Niederländer, der in Malmedy geboren und zur Schule gegangen ist, wohl auch nicht träumen lassen.

Obwohl er schon früh wusste, was er wollte. Mit gerade mal 17 Jahren wurde er Dirigent des Kirchenchors Recht. „Das war eine spontane Idee“, erklärt Jori Klomp. „Ich wollte wissen, wie es mir gefällt. Und dann habe ich entdeckt, dass ich das am liebsten mache. Deshalb habe ich auch das Master-Studium Chorleitung angefangen. So hat sich das weiterentwickelt, ich habe einige gute Chöre gehabt und die Begeisterung ist immer weiter gewachsen.“

Auf den Kirchenchor Recht folgten unter anderem das reine Frauenvokalensemble Canta Volare und das Schütz-Monteverdi-Konsortium. Am Brüsseler Opernhaus La Monnaie arbeitete er als Dirigent und Gesangspädagoge des Kinder- und Jugendchores. Nebenbei singt Jori Klomp als Countertenor bei zahlreichen Produktionen und spielt das Altsaxophon im A’Meuse Saxophone Quartett. Studienfreunde machten ihn dann auf die Ausschreibung der Chordirektorenstelle in Aachen aufmerksam. Und Jori Klomp setzte sich gegen die Konkurrenz durch.

Seit August ist er Chordirektor in Aachen. Es war gleich der Sprung ins kalte Wasser, denn er übernahm den Chor während der Vorbereitung zu Verdis „La Forza del Destino“ und probt jetzt mit dem Ensemble Gounods „Roméo et Juliette“. Die Aufgabe des Chordirektors im Theater Aachen ist vielseitig. „Meine Hauptfunktion ist der Opernchor, den sehe ich ein oder zwei Mal pro Tag. Das sind 22 professionelle Sänger und es macht riesigen Spaß. Sie singen unglaublich gut.“

„Daneben gibt es den Extra-Chor als Zusatz für größere Produktionen. Der besteht aus vielen Studenten vom Konservatorium und einigen guten Laiensängern. Dann gibt es noch den symphonischen Chor: 50 bis 70 Amateure, die zwei oder drei Mal pro Jahr die symphonischen Konzerte mitmachen. Dann macht auch der Hauschor mit. Sie finden diese Verbindung zwischen Profis und Amateuren sehr schön. Und dann gibt es noch den Kinderchor jeden Mittwochnachmittag.“ Langweilig kann es Jori Klomp sicher nicht werden.

hr/km

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