„1918 – Eine Mohnblume für den Frieden“: Eastbelgica erinnert an Weltkriegsende

100 Jahre ist das Ende des Ersten Weltkriegs her. Das Sinfonieorchester Eastbelgica plant zum Jahrestag ein emotionales Programm, um an die Sinnlosigkeit der vielen Opfer zu erinnern. Anfang November trifft dazu in Eupen Eastbelgica auf den Chor Musica Cantica und das Jugendtheater Inside.

Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga

„1918 – Eine Mohnblume für den Frieden“. Unter diesem Titel hat Eastbelgica ein Projekt ins Leben gerufen, das an das Ende des ersten Weltkriegs erinnern soll. Denn in diesem Herbst ist das bereits 100 Jahre her. Am 11. November 1918 wurde das Friedensabkommen unterschrieben, der verheerende Krieg an einem Tag beendet. Zurück blieben viele zerstörte Städte und unzählige Tote.

An die Sinnlosigkeit dieses Kriegs soll am Wochenende des Jahrestags mit zwei großen Konzerten erinnert werden. „Das Ganze soll vor allem eine Friedensbotschaft sein und nicht nur Kriegsgeschichte. Um zum Frieden zu kommen, muss man allerdings auch ein bisschen auf den Krieg eingehen. Wir werden versuchen, mit Schauspielbeiträgen, Texten, sehr bewegender Musik, Bildern, Fotos, Briefen und Projektionen ein Gedenken zu schaffen und auf die Absurdität des Ganzen hinzuweisen“, erklärt Anja Pitz, Präsidentin von Eastbelgica.

Zuschauer mitten im Geschehen

Bei den Konzerten wird das Sinfonieorchester Eastbelgica zusammen mit dem Eupener Chor Musica Cantica auftreten. Unterstützt werden sie zusätzlich noch von dem Jugendtheater Inside. Das schreibt dafür selbst kleine Szenen, die im Laufe des Abends aufgeführt werden. Zusätzlich werden auf großen Leinwänden alte Briefe, Zeitungen und Fotos die Schrecken des Kriegs bezeugen. Das Material wird vom Eupener Staatsarchiv zur Verfügung gestellt.

Damit die Abende möglichst ergreifend werden, soll der Zuschauer immer mitten im Geschehen sein. Wie kann das funktionieren? „Die Bühne ist nicht ganz klar abgetrennt vom Orchester- und Chorbereich. Es wird einen fließenden Übergang geben. Die Schauspieler und Vortragenden werden mal hier und mal dort im Publikum stehen, so dass der Zuschauer sich in das Geschehen eingebunden fühlt“, erklärt Anja Pitz.

Den ganzen Abend lang wird es Musik, Gesang und visuelle Eindrücke aus dem Ersten Weltkrieg geben, um an die Schrecken der Zeit zu erinnern. Gleichzeitig soll das Heute gefeiert werden: der Frieden und die Freundschaft zwischen den ehemaligen Kriegsfeinden.

Verstärkung gesucht

Das Konzept für die Konzerte steht also schon, der passende Ort wurde bis jetzt aber noch nicht gefunden. Der soll möglichst schroff wirken, damit der Zuschauer zurück in die trostlose Zeit versetzt wird.

Neben der passenden Kulisse fehlt Anja Pitz auch noch etwas anderes sehr wichtiges für das Projekt. „Wir brauchen für das Orchester und den Chor Verstärkung. Beide sind zu klein, um eine Klangfülle zu erzeugen, wie wir sie uns vorstellen. Es bietet sich an, das euregional auszudehnen und Leute in Aachen, Maastricht, der Wallonie oder Flandern anzusprechen, damit alle gemeinsam an diesem Projekt mitwirken. Alle, die Lust haben und ein gewisses Niveau haben, können mitmachen, damit wir ein großes Orchester und einen großen Chor haben.“

Es werden also noch erfahrene Sänger und Musiker für das Orchester und den Chor gesucht. Ab Juni wird geprobt und ab September ist eine regelmäßige Teilnahme Pflicht. Nur so werden der 9. und 10. November ein unvergessliches Erlebnis.

Nähere Informationen zu dem Konzert gibt es auch auf der Webseite 1918eupen.be.

ik/mg

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