Zwischen Bangen und Hoffen: Cercle Musical verabschiedet sich

In einer bis auf den letzten Platz vollbesetzten Patronage verabschiedete sich der "Cercle Musical" am Sonntagnachmittag in Kelmis bis auf weiteres von seinem Publikum.

Unter der künstlerischen Leitung seines Dirigenten Rainer Hilger brachte das Harmonieorchester unter anderem Werke von Edvard Grieg, Leonard Bernstein sowie aus dem Elisabeth-Musical zu Gehör. Das Publikum quittierte das Konzert begeistert mit stehenden Ovationen.

Der „Cercle“ spielt seit gut zwei Jahrzehnten in der Höchststufe der Amateurensembles und zählt zu den kulturellen Botschaftern der DG im In- und Ausland.

Aufgrund von Nachwuchsproblemen kann das Orchester aber in der bisherigen Form nicht mehr weitermachen, wie Cercle-Präsident René Steinbeck nicht ohne Wehmut bekannt: „Es war unser Wunsch, dass man sich mit einem würdigen Konzert verabschiedet. Nicht, dass man bergab geht und erst dann von der Bühne abtritt. Aber wir hoffen, dass auch danach noch ein Vereinsleben möglich sein wird. In welcher Form genau, das kann man heute noch nicht sagen, aber ich habe gute Hoffnung, dass wir nicht ganz von der Bildfläche verschwinden.“

Mehr zum Konzert sehen Sie später im BRF-Blickpunkt und hier im Netz auf BRF.be.

rkr - Bild: BRF

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4 Kommentare
  1. Robert Ortmann

    Qu’une société s’arrête faute de musiciens, faute de politique de la jeunesse, c’est triste mais c’est ainsi, heureusement, il en reste d’autres qui dem’a dent à vivre … mais que la BRF déplace son émission ‚temps classique‘ ,je trouve cela interpellant ; les sociétés ont besoin de vous dans l’éducation de chacun à une autre culture que la musique facile et légère ! Merci de reprogrammer notre klassikzeit, notre jazz Zeit à 19h afin d’encore sensibiliser les auditeurs jeunes et moins jeunes à une vraie culture musicale (artistique). Bien à vous, solidairement. Robert Ortmann

  2. Dieter Leonard

    Bei der Schaffung des 2. BRF-Programms habe ich als damaliges Mitglied des BRF-Verwaltungsrates angeregt, ein Programm mit einem 3-teiligen Musikangebot zu gestalten, das die im 1. „durchhörbaren“ Programm unerwünschten „Spartenmusikgenre“ vereinen und fördern sollte. Dies entsprechend einem öffentlich-rechtlichen Auftrag mit einem Anspruch auf Qualität und zwecks kultureller Förderung. Stattdessen wurde ein durchgehendes Schlager- und Volksmusikprogramm auf die Beine gestellt, das mittlerweile – zugegeben – zum fragwürdigen Markenzeichen des BRF avancierte.
    Nachdem der BRF sich mit 100,5 die kommerzielle seichte Konkurrenz ins eigene Haus geholt hat, lassen die eigenen Programme – zumindest in Sachen Musikfarbe und Qualität – kaum noch einen öffentlich-rechtlichen Auftrag erkennen. Diese Entwicklung findet in der Reduzierung und Verdrängung von Jazz, Klassik und Folk aus dem Tagesprogramm ihre „logische“ Fortsetzung.
    Der BRF läuft dem vermeintlichen Geschmack seiner Zuhörer weiter hinterher und erkennt offenbar nicht, dass er diesen Geschmack damit selbst erzeugt.
    Ich kann ihren Bemerkungen nur beipflichten Herr Ortmann.

  3. Wotschke Anja

    @ Herrn Leonard…..was spricht denn bitteschön gegen deutschsprachige Musik und dem deutschen Schlager ? finde es gibt mehr wie genug Radiosender die überwiegend NUR fremdsprachige Musik liefern welche eben auch nicht jeder gerne hört – das gleiche gilt für Klassik, Jazz usw. Ich als treue BRF 2 Hörerin erfreue mich jeden Tag aufs neue über eben den deutschen Schlager und auch die jeweilige Stunde Volksmusik und auch die Sendung OHNE Worte wo viel ins klassische rein geht……wenn man bedenkt der WDR 4 war früher auch besser wie heute – diesen Sender höre ich so gut wie eben nicht mehr weil ich den Deutschen Schlager und deutschsprachige Musik vermisse.
    Nichts desto trotz – Ihnen eine besinnliche und friedliche Weihnachten.

  4. Josef Stoffels

    Wahre Worte, Herr Leonard! Auch ich hatte bei der Schaffung von BRF 2 an ein wirklich alternatives, kulturell geprägtes Programm für gehobene Ansprüche, vergleichbar mit SWR 2, HR 2 oder WDR 3 gedacht. Statt dessen wenig Information und viel, viel seichte Unterhaltung. Und das größtenteils durch die öffentliche Hand finanziert. Beschämend!

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