Hassparolen im Netz: Interview mit Dennis Horn

Sie sind nach den Ereignissen von letzter Woche in der ostbelgischen Politiklandschaft ein Thema: Hassbotschaften im Netz.

Bösartige Kommentare bis hin zu Gewaltandrohungen in den sozialen Medien sind längst ein Massenphänomen geworden. Jeder kann zur Zielscheibe werden. Wie geht man damit am besten um?

Wäre es da besser, als Politiker oder Personen der Öffentlichkeit gar kein Profil auf Facebook zu haben? „Ich glaube nicht, dass das die Lösung ist, aus zwei Gründen“, sagt Dennis Horn, Digitalexperte der ARD. „Erstens möchte ich als Politikerin, als Politiker dort sein, wo meine Wähler sind. Im Wahlkampf erst recht, aber im Idealfall zu den übrigen Zeiten. Sie sind nicht nur auf dem Marktplatz, sondern auch bei Facebook.“

Der zweite Grund, der für Dennis Horn „ganz stark dafür spricht, dort zu sein, ist, dass dieser Hass und diese Kommentare, über die wir hier sprechen, sonst auch stattfinden würden, aber nur an anderen Orten. Da habe ich weniger Kontrolle darüber. So eine Facebook-Seite kanalisiert so etwas und ich kann besser darauf reagieren als ohne.“

js/sr

Ein Kommentar
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Weil eben ein Minister deswegen zurückgetreten ist, ist dieses Thema in der DG so aktuell. Wäre ein Otto-Normalmensch betroffen, würde sich niemand dafür interessieren.