Ein Baum ist für Philippe Musch weit mehr als ein Teil der Landschaft. Er ist eher ein eigenes Wesen – mit Charakter, Ausstrahlung und Würde. Fotografie, insbesondere die Landschaftsfotografie, gehört für Musch, der aus Lüttich kommt, ganz einfach zum Leben dazu. Immer wieder zieht es ihn dafür in die Natur.
"Jedes Mal, wenn ich einen Baum sehe, bin ich einfach völlig überwältigt – vor allem von seiner existenziellen Weisheit. Für mich strahlt ein Baum eine Würde und Eleganz aus, die alles übertrifft, was ich mir auf dieser Welt vorstellen kann. Bäume sind große Weise, die für uns alle unverzichtbar sind. Und für all das, was sie uns schenken, verlangen sie nichts zurück."
Mal wirken die Bäume mächtig und beinahe monumental, mal filigran und geheimnisvoll. Philippe Musch lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen und die Schönheit der Bäume zu genießen.
Wer noch mehr Natur entdecken möchte, muss dafür nur ein paar Schritte machen. Denn direkt gegenüber wartet bereits die zweite Ausstellung. Im Haus Küchenberg stehen statt Bäumen Tiere im Mittelpunkt.
Dominique Wagner-Noël aus Eupen liebt die Natur schon seit ihrer Kindheit. Mit zwölf Jahren hat sie angefangen zu fotografieren. Ihre eigentliche Leidenschaft für die Naturfotografie entdeckte sie vor rund 20 Jahren. Ihre Aufnahmen entstehen hauptsächlich in Belgien und in der französischen Dordogne. Doch bis ein Tier vor ihrer Kamera landet, braucht es vor allem Geduld.
"Was mir auch sehr wichtig ist, ist das Warten in der Natur: gut getarnt sein, zuhören und mit der Umgebung verschmelzen. Das ist fast wie Meditation. Wenn dann ein Tier auftaucht, ist das ein Geschenk. Es fotografieren zu können, ist die Belohnung. Aber allein in der Natur zu sein, ist für mich sehr wichtig."
Zwei unterschiedliche Zugänge, aber eine gemeinsame Botschaft: Die Natur ist voller Schönheit – und sie verdient unseren Respekt und unseren Schutz.
Die Vernissage findet am Freitagabend um 18 Uhr statt. Die Arbeiten von Philippe Musch sind bis zum 22. November in der Galerie Fox zu sehen, die Arbeiten von Dominique Wagner-Noël bis zum 15. November im Haus Küchenberg.
Dogan Malicki








