Obwohl Thannen mit klassischen Werkzeugen wie Kerbmesser und Holz arbeitet, wirken seine Drucke überraschend leicht. Der Entstehungsprozess hinter den Werken ist jedoch hochkomplex und erfordert handwerkliches Können. "Es gibt da mehrere Etappen. Die Technik muss man beherrschen - das Druckverfahren mit dem Einfärben. Und dann, wenn es klappt: Voilà!"
Von Afrika bis Japan
Ein markantes Merkmal seiner aktuellen Arbeiten sind die geheimnisvollen, maskenhaften Gesichter. Diese sind ein direktes Echo seiner Biografie - Thannen verbrachte prägende Jahre im Kongo. "Ich bin schon früher in Afrika vielen Masken begegnet. Da habe ich zwei Jahre mitten im Urwald gelebt. Die Tänze in den Dörfern und die Masken haben mich fasziniert."
Doch nicht nur afrikanische Rhythmik prägt seine Kompositionen. In den 90er Jahren vertiefte Thannen sein Wissen durch die traditionelle Schule des fernen Ostens. "Ich habe mich immer für den japanischen Holzschnitt interessiert und bei einem japanischen Meister die traditionelle Drucktechnik erlernt. Ich glaube, man kann diesen Einfluss gut bei meinen abstrakten Werken erkennen."
Die Ausstellung in der Galerie Fox ist vom 9. bis 24. Mai zu sehen. Besucher können die Werke jeweils samstags und sonntags zwischen 14 und 18 Uhr bei freiem Eintritt besichtigen.

Manuel Zimmermann