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  • 80 Jahre BRF
-

Brüssels Bozar stellt mit "Art x Gender" viel in Frage

13.01.202614:30
  • Brüssel
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF

Im Brüsseler Königlichen Museum der Schönen Künste (Bozar) ist seit mehreren Wochen eine neue Art von Ausstellung zu sehen. Dabei geht es um das Thema Gender.

Zwei Dinge gilt es zu Beginn des Besuchs im Museum "Old Masters" ("Alte Meister") im Brüsseler Bozar klarzustellen. Zunächst muss die Frage beantwortet werden: Handelt es sich bei "Art x Gender" um eine Ausstellung oder einen Rundgang?  "Am besten trifft es wohl ein Rundgang durch unsere Dauerausstellung, aber mit einem Saal, der dafür komplett neu gestaltet wurde", sagt Géraldine Barbery , eine der beiden Kuratorinnen.

Géraldine Barbery, Kuratorin von "Art x Gender"
Géraldine Barbery (Bild: Kay Wagner/BRF)

Dann gilt es noch zu klären, was das Wort Gender eigentlich bedeutet. "Gender unterscheidet sich von "Sex", also von "Geschlecht" dadurch, dass Gender alles bedeutet, was sozial konstruiert worden ist, wohingegen das Geschlecht all das bezeichnet, was mit Biologie zusammenhängt."

Schon das ist erfrischend an der Ausstellung: Dass die englischen Wörter Gender und Sex hier genauso verstanden werden, wie es wissenschaftlich richtig ist und nicht - wie so oft im öffentlichen Diskurs - Gender und Geschlecht nur auf das geschlechtliche verkürzt werden.

Erfrischend bleibt es auch auf dem Rundgang selbst. Direkt zu Beginn zum Beispiel begrüßt eine Waschmaschine den Besucher. Was es mit ihr auf sich hat und wie sie das Thema der Ausstellung hervorragend einleitet, erklärt zum einen das Begleitheft, das jeder Besucher für seinen Rundgang erhält. Zum anderen steht Wissenswertes auf einem Täfelchen an der Wand, wo auch ein QR-Code hängt, über den alles Wissenswerte zur Waschmaschine und ihrer Schöpferin auf das Smartphone geladen werden kann.

Dieses Täfelchen mit Text und Code ist weiß unterlegt, und solche weißen Täfelchen tauchen immer wieder neben den Kunstwerken auf, die zu dem neuen Rundgang dazugehören. Diese Werke hängen verteilt überall in der Dauerausstellung, einige auch im benachbarten Magritte-Museum. Jedes Werk gehört zu einem der 16 Unterthemen der Ausstellung - Themen wie "Frauen und Macht", "Männlichkeit" oder "Rosa und feminin".

"Rosa ist keine feminine Farbe", erklärt dazu Kuratorin Barbery. "Im 17. Jahrhundert war das eher eine Männerfarbe. Frauen trugen dagegen viel mehr blau. Das ist ein typisches Beispiel für ein gesellschaftliches Konstrukt. Dass, was als männlich oder weiblich angesehen wird, hängt wirklich von der jeweiligen Zeit und Gesellschaft ab."

Den Blick dafür zu schärfen, was in der Kunst seit 500 Jahren als männlich und was als weiblich dargestellt wird, ist eins der Ziele des Rundgangs im Bozar. Ein anderes ist, Fragen zu stellen. Was macht es mit Betrachtern, Frauen auf Gemälden oft nackt zu sehen, gerne auch in verführerischen Posen, Männer dagegen selten? Oder wie geht man damit um, wenn ein solcher Stereotyp plötzlich aufgebrochen wird, zum Beispiel mit einer Waschmaschine als Objekt des Verlangens?

Bewusst werden viele solcher Fragen gestellt, ohne Antworten zu geben. Der Besucher soll dadurch zum Nachdenken angeregt werden - auch zu einer anderen Wahrnehmung der Kunst.

Fragen stellt Bozar aber nicht nur an die Besucher, sondern auch an sich selbst. Zentral ist dabei die Frage: Welche Kunst ist das eigentlich, die wir bei uns ausstellen? Was sagt das über uns aus und überhaupt über den Kunstbetrieb?

Géraldine Barbery, Kuratorin von "Art x Gender"
Bild: Kay Wagner/BRF
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF
"Art x Gender" im Brüssels Bozar
Bild: Kay Wagner/BRF

Rund die Hälfte der gut 60 Ausstellungsstücke wurde für den Ausstellungs-Rundgang aus den Archiven von Bozar geholt. Es sind Werke, die sonst eigentlich nicht ausgestellt werden, viele davon sind übrigens von weiblichen Künstlern geschaffen. Warum waren sie vorher nicht zu sehen?

Bei Bozar habe man sich dazu entschieden, solche und ähnliche Fragen grundsätzlich an alles zu stellen, was in Bozar zurzeit zu sehen ist, erklärt dazu Kuratorin Barbery. Mit "Art x Gender" zeige das Museum erstmals ein Ergebnis dieses Prozesses, der zum Ziel hat, die Dauerausstellung neu zu gestalten und dadurch neue Blicke auf Kunst, die Kunstgeschichte und die Sammlung von Bozar zu ermöglichen.

Der Ausstellungs-Rundgang "Art x Gender" ist zunächst noch bis zum 19. April zu besuchen. Führungen gibt es auf Anfrage auch auf Deutsch.

Kay Wagner

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