Bühne frei: „Haaste Töne?!“ und Weltmusikfest in der Eupener Unterstadt

Das Straßentheater- und Musikfestival "Haaste Töne?!" wird in diesem Jahr wie gewohnt in der Unterstadt stattfinden. Vom 19. bis zum 21. August wird es auf dem Scheiblerplatz und im Temsepark ein buntes und ausgefallenes Programm geben.

Knot On Hands

Knot On Hands - (Bild: Kolja Huncek)

In den vergangenen beiden Jahren haben das Straßentheater HAASte Töne?! und das Weltmusikfest nur unter erschwerten Bedingungen in der Unterstadt stattfinden können. 2020 und 21 mussten zahlreiche Corona-Maßnahmen eingehalten werden. Neben Corona kam im Jahr 2021 die Hochwasserkatastrophe hinzu.

In diesem Jahr kann es aber wieder so richtig losgehen. Am dritten August-Wochenende, vom 19. bis zum 21. August, heißt es dann wieder: Bühne frei für ein buntes und vielfältiges Programm.

Zu Beginn war „Haaste Töne?!“ ein eintägiges Straßentheater-Festival. Später wurde es auf das ganze Wochenende erweitert. Seit einigen Jahren findet freitags ein Weltmusikfest statt – das Wochenende ist eine Mischung aus Straßentheater- und Musikfestival.

Das Weltmusikfest organisiert Chudoscnik gemeinsam mit dem Viertelhaus Cardijn und Info Integration. „Wir haben afrikanische Musiker dabei, unter anderem einen bekannten Musiker aus Burkina Faso. Er wird gemeinsam mit einer belgischen Musikerin spielen“, erklärt Judith Thelen.

„Dann ist eine Band aus Marokko dabei. Sie wohnen in Lüttich und bringen traditionelle marokkanische Musik mit, die auch auf den Festen in Marokko gespielt wird. Das ist sehr dynamische und publikumsnahe Musik. Als Top-Act spielt eine Band aus den Kapverden namens Rabasa.“

Eingeleitet wird das Weltmusikfest von Künstlern, die auf der offenen Bühne ihre Musik präsentieren. Erwartet werden Musiker aus der Region, aber auch aus Syrien oder Eritrea. Was alle gemeinsam haben: Sie besitzen wenig Bühnenerfahrung und möchten ihre Musik dennoch mit dem Publikum teilen.

Samstag und Sonntag heißt es dann „Haaste Töne?!“: „Es bringt Straßen- und Zirkuskünstler in die Stadt“, erklärt Judith Thelen. „Ganz besonders ist, dass das Festival draußen stattfindet. Es ist leicht zugänglich und darüber hinaus sind spektakuläre Aufführungen dabei – etwas, das man im Alltag nicht sieht.“

Künstler aus der gesamten Euregio und darüber hinaus werden ihr Stücke präsentieren, unter anderem „Drunken Master“ Noah Chorny. Er hat vermutlich erneut mehr Schnaps getrunken, als ihm guttut, und klettert auf eine Straßenlaterne. Problem: Diese ist noch wackliger auf den Beinen als er selbst.

Auch spannend: die Performance eines finnisch-südafrikanischen Zirkus-Trios. Bei ihrem Stück „Trashpeze“ präsentieren die Frauen Kunststücke in luftiger Höhe – ein Dreifach-Trapez und eine Wolkenschaukel sind ihnen dabei behilflich.

Tickets gibt es im Vorkauf auf der Webseite von Haaste Töne. Und für diejenigen, die sich spontan entscheiden möchten: Es gibt auch eine Tageskasse.

Dogan Malicki