„Flatten, Bob und Nonnenfürzchen“ – Warum unser Deutsch anders ist

Nach der erfolgreichen Erstausgabe „Mostert, Bics und Beinchen stellen“ präsentierten die ostbelgischen Autoren Edie Kremer und Franz-Josef Heinen den Nachfolger dieses Nachschlagewerks der besonderen Art. Und die beiden Autoren sind ständig auf der Suche nach mehr ...

"Flatten, Bob und Nonnefürzchen" - Neues Buch von Edie Kremer und Franz-Josef Heinen

In Eupen ist am Mittwochabend ein neues Buch über die ostbelgische Alltagssprache vorgestellt worden. Es ist das zweite Nachschlagewerk dieser Art von Edie Kremer und Franz-Josef Heinen. In „Flatten, Bob und Nonnenfürzchen“ haben die beiden ehemaligen Lehrer mittlerweile 2.500 Begriffe gesammelt und anschaulich erklärt.

Beim Kontakt mit Deutschen stoßen Ostbelgier immer wieder mal auf Hindernisse. Trotz gemeinsamer Sprache und zumindest weitgehend ähnlicher Kultur verstehen wir uns manchmal einfach nicht. Wenn ein Ostbelgier zum Beispiel mit seinem ‚Bic‘ in die ‚Farde‘ schreibt oder schnell ein paar ‚Fritten‘ aus dem ‚Kabuff‘ holen will, verstehen die ‚Klötschköppe‘ nur Bahnhof.

Dass das ostbelgische Deutsch, ganz unabhängig von lokalen Dialekten, eben manchmal doch eine eigene Sprache ist, das hat die beiden ehemaligen Lehrer Edie Kremer und Franz-Josef Heinen fasziniert. Die beiden ostbelgischen Autoren haben Ende 2010 ein ganzes Wörterbuch mit solchen Wortperlen zusammengetragen. Der Titel: „Mostert, Bics und Beinchen stellen“. Jetzt liegt also die Fortsetzung vor.

Von „ahdig“ bis „zoppen“ ist in dem Buch alles vertreten, was das ostbelgische Deutsch ausmacht. „Flatten, Bob und Nonnenfürzchen“ ist im Grenz-Echo Verlag erschienen und kostet 19,80 Euro.

Text und Bild: Anne Kelleter

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Ein Kommentar
  1. Peter Norml

    Ich als eingeheirateter Deutscher kann euch versprechen… Alles ein Problem der Deutschen… die sind ähnlich Sprachbegabt und flexibel wie die Frankophonen… 🙁
    Mir ist es eine Freude unter Deutschen doofe Blicke zu ernten wenn ich erst mal in meinem Agenda nachsehen will… 😉
    „Fritten“ und „Kabuff“ sind aber ganz sicher kein speziell ostbelgisches Deutsch! – Das sind Standardwörter mit denen ich aufgewachsen bin.

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