Eifel-Literaturpreis im Zeichen von Pippi Langstrumpf

Astrid Lindgrens Geschichten handeln von Freundschaft, Liebe und Freiheit. In Nettersheim wird jedes Jahr ein Jugendliteraturpreis von der Lit-Eifel und dem Literaturhaus verliehen. Auch dort stehen Pippi und Astrid Lindgren dieses Jahr im Mittelpunkt.

Kind im Pippi-Langstrumpf-Stil mit ihrem Pferd (Illustrationsbild: Bildagentur PantherMedia/JuliaSha)

Kind im Pippi-Langstrumpf-Stil mit ihrem Pferd (Illustrationsbild: Bildagentur PantherMedia/JuliaSha)

Der Eifeler Jugendliteraturpreis ist ein Preis, der an Kinder und Jugendliche für ihre selbstgeschriebenen Kurzgeschichten verliehen wird. Das Ganze findet in der deutschen Eifel in Nettersheim auf der Buchmesse statt – dieses Jahr im Mai. Auch die Kinder und Jugendlichen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft zwischen sechs und 19 Jahren sind eingeladen, mitzumachen. Noch bis zum 15. April haben sie Zeit, ihre Kurzgeschichte einzureichen.

Das Thema dieses Jahr lautet „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“ – wie aus dem Lied von Pippi Langstrumpf. Joachim Starke ist der Leiter des Zukunftsbüros in Nettersheim. „Wir erhoffen uns davon, dass Kinder und Jugendliche dann nicht gleich Barrieren im Kopf haben, wenn sie darüber nachdenken – genau nach dem Motto ‚frei denken‘. Aber auch Fragen aufgreifen: Wie wir in einer komplizierten Welt doch verantwortungsbewusst, aber auch fröhlich nachdenken können, wie wir unsere Welt gestalten können. Aber wir können uns auch in die größeren Geschehnisse in unserer Region oder sogar darüber hinaus einmischen.“ Den Veranstaltern ist es also sehr wichtig, dass das Thema in die Zeit passt und dass es Kinder und Jugendliche besonders beschäftigt.

Hochwasser ein wichtiges Thema

Die Kinder und Jugendlichen haben in den letzten zwei Jahren über Corona geschrieben, aber nicht nur. Sie haben sich eher mit anderen Problemen auseinander gesetzt wie dem Wildtierhandel und der Zerstörung der Natur. In den meisten Geschichten ist deutlich geworden, dass wir jetzt etwas verändern müssen.

Aber Joachim Starke ist aufgefallen, dass noch ein ganz anderes Thema die Teilnehmer beschäftigt hat. „Das, was natürlich in unserer Region die Kinder im letzten Jahr beschäftigt hat, da der Einsendeschluss nicht wie jetzt im April, sondern erst im Herbst war, war die Hochwasserkatastrophe. Viele Kinder haben das wie kleine Reporter aufgegriffen.“

Auch wenn Corona vielleicht nicht unbedingt ein so großes Thema in den Geschichten gewesen ist, hat die Pandemie schon die Preisverleihung beeinflusst.

Alle Informationen gibt es im Netz unter lit-eifel.de.

Justine Lenz