Verena von Asten: Eupener Autorin mit 88 Jahren noch aktiv

Vor allem mit Kinderbüchern und Krimis ist die Eupenerin Verena von Asten einem breiteren Publikum in der Region bekannt geworden. Mittlerweile schreibt die 88-Jährige nur noch fürs Internet. In loser Folge veröffentlicht sie "Momentaufnahmen", kürzere Alltagsgeschichten, die sie auf ihrer eigenen Webseite als Blog veröffentlicht. Nach überstandener Corona-Erkrankung ist Verena von Asten wieder aktiv und kreativ.

Verena von Asten

Verena von Asten (Bild: BRF Fernsehen)

Verena von Asten veröffentlicht Momentaufnahmen auf ihrer Internetseite verenavonasten.be als Blog. Es sind Szenen und Geschichten aus dem Alltag, die sie selbst erlebt hat: „Ich wollte kein Buch mehr schreiben. Es reicht jetzt. Es sind Momentaufnahmen: Der Alltag bringt Neues.“

Vor vierzig Jahren hat Verena von Asten ihre ersten Bücher veröffentlicht. Das Schreiben lag ihr schon immer. Doch erst als Mutter von drei Kindern und eifrige Vorleserin hat sie zur Feder gegriffen: „Die Mädchen haben viel gelesen. Dann gab es die Enid-Blyton-Serie . Ich habe den Kindern gesagt „das kann ich auch noch“.“

Doch die Anfänge waren nicht leicht. Bis ihr erstes Kinderbuch „Junge Reiter auf dem Wiesenhof“ 1980 veröffentlicht wurde, hat es eine Weile gedauert: „Ich habe das erste Manuskript an mehrere Verlage geschickt.“

Inspiration findet sie im Alltag, aber auch in der Literatur. Lesen ist für Verena von Asten ein Genuss. Sie liest gerne, viel und schnell. Und auch das Schreiben fiel ihr immer leicht. Insgesamt 17 Bücher hat sie veröffentlicht – neben den Kinderbüchern auch Krimis und Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit. Verena von Asten stammt aus Ulm. Seit ihrer Heirat mit dem belgischen Filztuchfabrikanten Eckart von Asten 1959 lebt sie in Eupen.

Aber auch nach über 60 Jahren ist ihr die schwäbische Heimat noch nah: „Wegen der Sprache, weil es nette Ausdrücke im Schwäbischen gibt. Meine Mutter war Schweizerin. Die Schwaben sagen „das Guckste aber herb“, meine Freundinnen gebrauchen den Ausdruck auch schon.“ In ihre alte Heimat zurückkehren wollte sie auch nach dem Tod ihres Mannes vor 38 Jahren nicht mehr. Sie lebt gerne in Belgien und hat hier ihre neue Heimat gefunden.

Bücher schreiben will Verena von Asten nicht mehr. Aber kurze Texte verfassen, das macht die 88-Jährige noch regelmäßig. Denn die kreative Arbeit tut ihr gut. Fast täglich sitzt sie an ihrem Computer, der für sie auch ein wichtiges Kommunikationsmittel ist.

Auch den Austausch mit ihrer Lektorin pflegt sie noch. Zurzeit wählen die beiden Texte für eine Anthologie aus, die zwei Altenpflegerinnen zum Vorlesen in Heimen planen. Einfache, aufmunternde Texte – die liegen Verena von Asten, und damit macht sie sich und ihren Mitmenschen gerne eine Freude.

Michaela Brück

Ein Kommentar
  1. Heike Blättler

    Ich liebe die Momentaufnahmen und freue mich immer wieder auf die nächste.

    Ein ganz großes Kompliment aus Düsseldorf an eine ganz Tolle Frau, die wir sehr schätzen und bewundern. Ein sehr schönes Interview,
    finden Heike und Bruno !!!