„Streit um Galmei“: Ausstellung im Göhltalmuseum

Unter dem Titel "Streit um Galmei" wurde am Samstag im Göhltalmuseum eine Ausstellung zum Gedenken an die Gründung von Neutral-Moresnet vor 200 Jahren eröffnet.

Die Schau bildete den Auftakt zu einem großen Jubiläumsprogramm in Erinnerung an das völkerrechtliche Kuriosum, das im Zuge der Neuordnung Europas nach der Niederlage Napoleons bis zum Ende des Ersten Weltkriegs bestanden hat. Vorträge, Lesungen, Führungen, Konzerte und Open-Air-Theateraufführungen des Stückes „Zeitneutral“ lockten zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland.

Als Hingucker erwies sich zudem die Nachstellung eines Feldlagers aus der Zeit Napoleons im Gemeindepark. Dr. Herbert Ruland von GrenzGeschichte-DG, der durch die von ihm gestaltete Ausstellung führte, reagierte erfreut auf die überregionale Resonanz.

„Da ist ja eine ganze Menge hier veranstaltet worden und wir haben auch die Ausstellung eröffnet. Wir haben sehr viel Zuspruch. Ich bin echt überrascht. Das Thema Neutral-Moresnet zieht wirklich – nicht nur im regionalen Raum, sondern auch bis weit in Flandern und Holland hinein, vor allem durch die Veröffentlichung der Bücher, die gerade erschienen sind – und erstaunlicherweise auch viel mehr als in der Wallonie“, erklärt Ruland. [Siehe dazu auch Erfrischend anschaulich: „Moresnet“ von Philip Dröge]

Im BRF-Interview erklärt Herbert Ruland, was die Existenz des Zwergstaates für die Region bedeuten könnte, wenn das historische Kuriosum bis heute weiter bestanden hätte.

rkr/mg - Bilder: Rudolf Kremer/BRF

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