"Sie dürfen sich auf zwei Stunden Vollgas freuen. Hoffentlich geht jeder mit einem Lachen nach Hause", sagt Bastian Bielendorfer über sein neues Programm "GameChanger". Sein Anspruch dabei ist klar: "Mein Ziel ist nicht, politisch zu bilden oder die Leute zu belehren - am Ende sollen alle happier rausgehen, als sie reingegangen sind."
Dass dieses Konzept aufgeht, erlebt der Comedian Abend für Abend. Erst kürzlich spielte Bielendorfer im Hamburger Kongresszentrum vor über 2.000 Menschen. "Am Ende standen sie sogar. Da war ich ehrlich gesagt ein bisschen beeindruckt und auch ein bisschen demütig und dankbar in dem Moment."
Nach der Pause wird auch das Publikum Teil der Show. "Ich quatsche ein bisschen mit den Leuten über ihre Gamechanger - und da hatte ich schon sehr lustige Sachen." Eine Geschichte ist ihm besonders im Gedächtnis geblieben: "Letzte Woche hat mir eine Frau erzählt, dass sie ihren Ehemann an der Raststätte vergessen hat und es erst zu Hause gemerkt hat, dass er nicht da ist."
Der dichte Tourplan ist für Bielendorfer Routine. "Das ist mein Beruf. So wie andere ins Büro fahren und jeden Tag ihr Bestes geben." Die ersten Tourneen seien deutlich anstrengender gewesen. "Die allererste Tour war viel härter - heute habe ich mich einfach an diesen Rhythmus gewöhnt."
Eine Schattenseite bleibt: "Ich lebe zeitlich genau entgegengesetzt zum Rhythmus der meisten Menschen. Hochzeiten oder Geburtstage - da müssen mich Freunde zwei Jahre vorher einladen, sonst geht es nicht."
Neben der Bühne ist Bielendorfer mit dem Podcast "Bratwurst und Baklava" erfolgreich, den er gemeinsam mit Özcan Cosar betreibt. Auch im Fernsehen funktioniert das Konzept. "Die visuelle Ebene gibt uns mehr Freiheit. Ob als Ordnungsamt-Mitarbeiter, Fitnessberater, Bademeister oder auf Reise in Istanbul - da ist sehr viel Heiteres entstanden."
Radio-Interview mit Bastian Bielendorfer im Player:
Dogan Malicki