Meakusma-Festival bringt ungewohnte Klänge nach Eupen und Kelmis

Am Freitag startet in Eupen die vierte Ausgabe des Meakusma-Festivals. Der Hauptteil im Alten Schlachthof ist bereits ausverkauft. Doch an allen drei Tagen gibt es einzelne Konzerte und Installationen, die man sich noch ansehen kann.

Die Kiosk-Stage beim Meakusma-Festival (Bild: Meakusma)

Die Kiosk-Stage beim Meakusma-Festival (Bild: Meakusma)

Abruit – so nennt sich die Klang- und Kunstinstallation, die an einem Baum in den Ettersten Wiesen in Eupen angebracht wurde. Die Instrumente hängen an Seilen von den Ästen, während die Musiker mittendrin in einer Art Kokon versteckt bleiben.

Kreiert wurde das Ganze von den Belgiern Lukas De Clerck und Dries Peeters, die man Freitag und Samstag zwar indirekt hören, aber in ihrem Versteck nie sehen kann, wie David Langela von der Meakusma VoG erklärt. „Wir haben hier ein bisschen weiter runter in den Wiesen eine Installation versteckt, die es zu entdecken gilt. Sie befindet sich mitten in der Natur, inmitten sehr vieler Klangquellen. Man kann sich fragen, was da drin überhaupt passiert. Man muss es sich einfach mal anschauen.“

Anschauen und -hören kann man sich „Abruit“ auch, wenn man nicht zum Meakusma-Festival geht, denn viele Programmpunkte finden abseits des Alten Schlachthofs statt. Auch die sogenannte Kiosk-Stage darf man kostenlos auf der Ettersten Wiese besuchen. „Der Kiosk ist eine begehbare Soundinstallation, die wir gemeinsam mit Terraforma aus Mailand entworfen haben“, erklärt Langela. „Das Ganze findet im Rahmen von Erasmus+, dem Jugendprogramm der EU statt. Es haben Jugendliche aus Griechenland, Ostbelgien und Italien daran gearbeitet.“

Nutzen kann man diese Soundinstallation auf verschiedene Art und Weisen. Dieses Wochenende werden dort Naturaufnahmen abgespielt. „Dieses Jahr werden wir eine CD abspielen, die das Ergebnis des Soundwalks vom vorigen Jahr ist. Voriges Jahr hatten wir einen Workshop in Field Recordings. Das Ergebnis wird dieses Jahr abgespielt.“

Damit alles bis zum Festivalbeginn montiert ist, helfen Besucher beim Aufbau mit. Bei der Organisation des Festivals können die Veranstalter auf auswärtige und hiesige Helfer zählen, berichtet David Langela. „Wir haben mehrere Leute aus England, Helfer aus Deutschland, Brüssel, der Wallonie und natürlich aus Ostbelgien für die Theke, den Eintritt, die Fahrten, den Aufbau und Abbau.“

Es wird genug zu tun geben, auf dem Meakusma-Festival. Denn die Veranstalter erwarten mindestens 3.000 Besucher, verteilt über verschiedene Standorte. „Die Karten für den Alten Schlachthof und die Friedenskirche sind ausverkauft. Es gibt noch Tickets an der Abendkasse für Samstagabend in der St. Nikolaus-Kirche und wenige Tickets für das Zamenhofprojekt in Kelmis, ein Theater über den Gründer von Esperanto.“

Shuttle-Busse werden die Festivalbesucher zum Musiktheater nach Kelmis transportieren. Neben Kelmis ist auch die Nikolaus-Kirche in Eupen als neuer Standort hinzugekommen. Dort können sich Interessierte am Samstagabend die Tashi Wada Group aus Los Angeles ansehen, gefolgt von Liz Harris und Roy Montgomery.

An allen drei Tagen gibt es auch wieder Programm im Ikob-Museum, das kostenlos zugänglich ist. Alles Standorte, die den hiesigen Leuten vertraut sein dürften – nur eben mit ungewohnten Klängen.

Das Meakusma-Team (Bild: Meakusma)

Das Kiosk-Team (Bild: Meakusma)

rasch/jp/mg

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