Tim und Struppi: Comic-Helden feiern 90. Geburtstag

Sie sind auf der ganzen Welt als Comic-Helden bekannt: "Tim und Struppi" - oder in Belgien wohl eher bekannt als "Tintin". Am Donnerstag feiern Tintin und sein Hund Milou 90. Geburtstag. Ein Grund zum Feiern im Comic-Land Belgien.

Tim und Struppi (Bild: Pixabay)

Die Abenteuer von Tim und Struppi sind in 120 Sprachen übersetzt worden (Bild: Pixabay)

Vor 90 Jahren ging die Erfolgsgeschichte von „Tim und Struppi“ los. Am 10. Januar 1929 wurde die erste Geschichte von Tim und seinem treuen Begleiter im Magazin „Petit Vingtième“ veröffentlicht: „Tintin aux pays des Soviets“ also „Tim im Land der Sovjets“ – und der Comic hatte sofort Fans.

Gezeichnet und geschrieben wurde er von Hergé, dessen richtiger Name Georges Remi war und der damals gerade mal 21 Jahre alt war. Er ist später einer der bekanntesten Comiczeichner geworden und Tim und Struppi zu einer der bedeutendsten europäischen Comicserien.

Der Comic ist auch in der Tageszeitung „Le Soir“ veröffentlicht worden. Erst nach dem Krieg, also 1946, gab es dann das eigene Magazin: Tintin.

In der Zwischenzeit ist Tim richtig rum gekommen, war in Amerika, im Kongo, in Sydney und sogar auf dem Mond. Aber nicht nur er ist um die Welt gereist, sondern auch der Comic selbst hat weltweit Erfolg. Tim’s Abenteuer sind in 120 Sprachen und verschiedene französische Dialekte übersetzt worden. Es gibt zum Beispiel ein paar Bände auf Luxemburgisch oder Elsässisch.

Insgesamt gibt es 25 Comic-Bände. Den 25. konnte Hergé leider nicht mehr fertigstellen, deshalb wurden 1995 eine Serie von Skizzen und Notizen veröffentlicht. Und weil Hergé und seine Comics für Belgien ein Aushängeschild sind, gibt es auch ein Museum in Neu-Löwen.

Am Ende war Hergé übrigens nicht mehr ganz so glücklich über seine Erfindung. Je erfolgreicher der Comic nämlich wurde, desto mehr Druck lastete auf ihm und desto höher wurde die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit.

1983 ist Hergé gestorben und mit ihm quasi auch neue Geschichten. Er wollte nicht, dass nach seinem Tod irgendjemand anders die Serie weiterführt. Ganz auf „Tim und Struppi“ verzichten, muss man trotzdem nicht. Erst 2011 hat Steven Spielberg den Abenteurer und seinen Hund ins Kino gebracht: „Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn“. Es sollen sogar noch weitere animierte Filme folgen – und die sollen dann auch in 3D sein. Da das Projekt aber sehr groß und aufwendig ist, dauert es womöglich noch ehe die Filme im Kino zu sehen sind.

belga/lo/mg

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150