Mindestens zehn Tote bei Rebellenangriffen im Kongo

Bei Angriffen auf zwei Dörfer im Osten des Kongos hat eine ugandische radikalislamische Rebellengruppe mindestens zehn Menschen getötet und sechs weitere entführt.

Die Angriffe in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri erfolgten durch Kämpfer der Allied Democratic Forces (ADF), wie ein Leiter der Menschenrechtsorganisation CRDH am Samstag bestätigte. Ein Team der Organisation wolle die Angriffe vom Freitag untersuchen, sagte der Koordinator Jean-Paul Ngahangondi der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Opfer könnte durchaus höher sein, sagte Ngahangondi.

Die radikal-islamische Miliz ADF wurde 1995 in Uganda gegründet, die Kämpfer konzentrieren sich inzwischen jedoch auf den Kongo. Im Osten des zentralafrikanischen Landes hatten die Rebellen in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen getötet.

Erst am Dienstag hatten Kämpfer der ADF bei einem Angriff auf ein Dorf im Ostkongo mindestens 16 Menschen getötet. Die Opfer seien mit Macheten erstochen oder mit Äxten zu Tode gehackt worden, hatte das Zentrum zur Förderung von Frieden, Demokratie und Menschenrechten (Cepadho) erklärt.

Im Osten des Kongos sind mehrere Rebellengruppen aktiv. Es geht ihnen zumeist um die Kontrolle über Gebiete und Bodenschätze wie Gold oder das bei der Herstellung von Mobiltelefonen verwendete Kobalt.

dpa/rkr

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