Griechenland: Demonstrationen gegen Sparprogramm

Aufgebrachte arbeitslose Lehrer haben sich am Vormittag bei einer Demo gegen das Sparprogramm Ausschreitungen mit der Polizei geliefert.

Akropolis in Athen: Demonstranten machen ihrem Ärger durch Banner Luft

Wäre Griechenland ohne Europa besser dran?

In Athen gehen Lehrer heute und morgen auf die Straßen

In Athen gehen Lehrer heute und morgen auf die Straßen

Heute demonstrierten 4.000 Lehrer und Staatsbedienstete im Zentrum Athens gegen den Einstellungsstopp und die Kürzung ihrer Löhne.

Rund 100 Lehrer versuchten Absperrungen zu durchbrechen und bis zum Eingang des Parlamentsgebäudes vorzudringen. Sie bewarfen die Polizei mit Flaschen und Steinen. Die Beamten setzten Tränengas ein, um die Randalierer auseinander zu treiben.

Viele Staatsbedienstete legten heute die Arbeit nieder: Ministerien, Steuerämter und alle anderen Behörden waren unterbesetzt. Viele Schulen blieben geschlossen.

Zu Problemen kam es auch im Luftverkehr, weil dort ebenfalls Beamte beschäftigt sind. Viele Flüge fielen aus. Seit gestern streikt bereits die griechische Müllabfuhr.

Mitglieder der griechischen kommunistischen Gewerkschaft haben am Morgen auf der Akropolis in Athen gegen das harte Sparprogramm der Regierung demonstriert. Sie hängten zwei große Transparente auf. Heute und morgen finden in Griechenland umfangreiche Streiks statt.

Rund 40 Demonstranten haben gestern Abend die Hauptnachrichtensendung des staatlichen griechischen Fernsehens unterbrochen. Den Lehrern gelang es, ins Hauptstudio des Fernsehens einzudringen und es für etwa zwei Stunden zu besetzen.

Die Bildungsministerin und mehrere Journalisten konnten das Studio zunächst nicht verlassen, da alle Ausgänge von den Demonstranten blockiert waren. Sie protestierten gegen den in Griechenland verhängten Einstellungsstopp.

Die Regierung in Athen muss in den nächsten drei Jahren 30 Milliarden Euro sparen, um das Land mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union vor dem Bankrott zu retten. Die EU und der IWF wollen den Griechen mit 110 Milliarden unter die Arme greifen.

dpa / es

Ein Kommentar
  1. Hans Schröter

    Es ist doch immer wieder so,die die nichts dafür können werden zur Kasse gebeten.
    Man sollte doch von Seiten der griechischen Regierung mal „Ross und Reiter“ beim Namen nennen und diese zur Verantwortung ziehen.