Dramatischer Hilfsappell von Unesco-Chefin

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat an die USA appelliert, ihre Beitragszahlungen nicht einzustellen. Hintergrund ist der Streit um die Aufnahme der Palästinenser. Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova schrieb am Mittwoch in einem dramatischen Hilfsappell, sie hoffe, die US-Regierung, der Kongress und die amerikanischen Bürger fänden einen Ausweg, die Unesco in stürmischen Zeiten weiter zu unterstützen.   

Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova

Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova

„Bis das passiert wird es für uns unmöglich sein, das Ausmaß unserer gegenwärtigen Aktivitäten beizubehalten“, heißt es weiter.

Die von den USA angekündigte Einstellung ihrer Beiträge werden sofortige Auswirkung auf wichtige Programme haben – nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch in der Unterstützung von jungen Demokratien etwa in Nordafrika. Die USA hätten die nützliche Arbeit der Unesco mehrfach anerkannt.

Die Unesco hatte als erste UN-Organisation am Montag in Paris die Palästinenser als eigenständigen Staat und Vollmitglied aufgenommen. Die USA und Deutschland stimmten mit zwölf weiteren Ländern dagegen, Belgien dafür.

Die USA bestreiten 22 Prozent des Unesco-Budgets. Deutschland, nach den USA und Japan der drittgrößte Beitragszahler, steuert jährlich rund 23 Millionen Euro zum Unesco-Haushalt bei.

dpa/wb - Bild: Eric Bouttier/+Unesco (epa)

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Ein Kommentar
  1. Jürgen Margraff

    Sie sollen an die Staaten appellieren die die Palästinenser in die UNESCO geholt haben, darunter waren unter anderen Belgien & Frankreich, alle Erdölproduzenten ausser den USA und GB, aber diese Staaten à la Saudiarabien, VAE, Kuwait etcpp haben ALLE viel Geld, also sollten sie es der UNESCO geben, dann bräuchte die nicht bei den USA zu betteln. Von mir kriegten die nicht mal ’nen müden Heller, wenn man A sagt muss man B in Kauf nehmen, und die Entscheidung der USA war vorhersehbar.

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