Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen in den kommenden Monaten mehr als 42 Millionen Barrel Öl aus ihren strategischen Reserven auf den Markt bringen.
Damit sollen die hohen Energiepreise gesenkt werden. Das wurde gestern bei einem Treffen der europäischen Energieminister beschlossen.
Die Maßnahme erfolgt auch auf Druck von US-Präsident Trump. Er hatte die westlichen Industrieländer dazu aufgefordert, insgesamt bis zu 120 Millionen Barrel Diesel freizugeben. Es ist allerdings fraglich, ob die Freigabe von 42 Millionen Barrel Öl große Auswirkungen auf die weitere Preisentwicklung haben wird. Die Menge entspricht dem Treibstoffverbrauch in der EU für lediglich vier Tage.
Hintergrund für die hohen Öl- und Dieselpreise ist der Iran-Krieg, den Trump selbst ausgelöst hat.
Ölpreise legen zu - Sorge vor US-Militärschlag
Die Ölpreise sind angesichts wachsender Sorgen über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent 116,43 US-Dollar und damit 1,35 Prozent mehr als Donnerstag.
US-Präsident Trump hat sich Medienberichten zufolge bei einem seltenen persönlichen Treffen mit einem ranghohen Militärchef zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen. Das "Wall Street Journal" schreibt, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) habe Trump im Weißen Haus unter anderem militärische Optionen im Iran dargelegt.
Die Zeitung wertet das als mögliches Zeichen dafür, dass ein bedeutender Einsatz der US-Streitkräfte bevorstehen könnte.
Behörde meldet Angriff mit Haftminen in Straße von Hormus
Die britische Behörde für Sicherheit in der Seeschifffahrt (UKMTO) meldet eine neue Angriffstaktik in der Straße von Hormus. Auf einem Tanker brach ein Feuer aus, nachdem sich ein kleines Boot genähert und Haftminen am Rumpf angebracht hatte.
Explosionen hätten im Maschinenraum Feuer ausgelöst und das Schiff kurzzeitig manövrierunfähig gemacht. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Umweltschäden berichtet worden, hieß es weiter. Das Feuer sei gelöscht und das Schiff unterwegs zu einem Hafen.
Über die Urheber des Angriffs war zunächst nichts bekannt.
vrt/sh