Nach dem heißen Sommer will die EU-Kommission Europas Bürger, Unternehmen und Infrastruktur stärker vor Klimaschäden schützen. Neue Maßnahmen sollen helfen, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Folgen des Klimawandels früher zu erkennen, sich besser darauf vorzubereiten und sie wirksamer zu bewältigen.
Dazu zählen EU-weit gleiche Grundannahmen für Klimarisiken und eine neue Webseite, die mögliche Gefahren zeigen soll. Der Sommer 2026 werde zu Recht als "Sommer der Wahrheit" bezeichnet, sagte EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra in Brüssel.
Neben dem Verlust von Zehntausenden Menschenleben durch die Hitze und 700.000 Hektar Land durch Brände habe auch die Wirtschaft enorm gelitten; etwa, weil Schiffe teils weder den Rhein noch die Donau befahren konnten. Fachleute schätzten die Kosten des Sommers auf mehr als 100 Milliarden Euro, so Hoekstra.
Für den Zeitraum 2022 bis 2025 lagen die geschätzten wirtschaftlichen Verluste durch Klimaschäden bei rund 200 Milliarden Euro, etwa 50 Milliarden Euro pro Jahr. Die Kommission sieht einen Investitionsbedarf für Klimaresilienz und Anpassung von rund 70 Milliarden Euro im Jahr.
dpa/RoP