Nach der Migrationskrise in Ceuta soll Frontex einem Vorschlag der EU-Kommission zufolge künftig rund dreimal so viel Personal zur Verfügung stehen.
Die ständige Reserve, die sich zum Großteil aus den abrufbaren Beamten der Mitgliedsländer zusammensetzt, soll in den kommenden Jahren auf insgesamt 30.000 anwachsen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Bisher waren für nächstes Jahr 10.000 Kräfte vorgesehen.
Frontex soll nach den Plänen der EU-Kommission zudem eine deutlich größere Rolle bei Abschiebungen spielen und dafür etwa ein eigenes Koordinationszentrum erhalten. Außerdem soll ein Online-Überwachungszentrum als Lehre aus der Krise in Ceuta öffentlich zugängliche Social-Media-Inhalte beobachten.
Ende Juli waren schätzungsweise 80.000 Menschen innerhalb kürzester Zeit von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Bei dem Vorfall waren mindestens 140 Menschen ums Leben gekommen.
dpa/rop