Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen das Reiseportal Booking.com eröffnet. Die Behörde prüft, ob die Plattform ausreichend gegen Betrüger vorgeht.
Es geht um gefälschte Unterkunftsangebote, Identitätsbetrug und Phishing. Die Plattform hat ihren Firmensitz in den Niederlanden. Die Zahl der Betrugsfälle ist laut Kommission stark gestiegen. Das habe Booking.com selbst gemeldet.
Außerdem prüfen die Ermittler, wie Booking.com Gästedaten an Unterkunftsbetreiber weitergibt. Auch die bezahlte Werbung auf der Plattform steht im Fokus. Nutzer sollen klar erkennen, welche Angebote nur wegen eines Aufpreises weiter oben erscheinen.
Ein Verstoß ist damit noch nicht bewiesen. Digitalkommissarin Virkkunen sagte, Europäer sollten ohne Angst vor Betrug Urlaub buchen können. Grundlage ist das Gesetz über digitale Dienste (DSA). Es erlaubt der Kommission, Geldstrafen zu verhängen.
dpa/vk