Die Europäische Union will ihre Präsenz in der Arktis verstärken und dafür mehr Geld in Sicherheit und Infrastruktur investieren. Das erklärte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bei der Vorstellung einer neuen Arktisstrategie in Brüssel.
Geplant ist unter anderem ein Unterseekabel, das Grönland direkt mit dem europäischen Festland verbinden soll. Ein neues Überwachungszentrum soll solche Kabel vor Angriffen schützen. Später soll es auch die sogenannte russische Schattenflotte überwachen und gegen illegale Fischerei vorgehen.
Hintergrund der Arktisstrategie ist die wachsende strategische Bedeutung der Region. Durch den Klimawandel schmilzt das arktische Meereis, wodurch neue Schifffahrtsrouten und der Zugang zu Bodenschätzen zunehmend interessant werden. Russland, China und die USA haben ihre Aktivitäten in der Arktis deshalb verstärkt.
dpa/mh