Nach der Vergiftung von 247 Kindern mit bleihaltigem Essen ist die Betreiberin eines chinesischen Kindergartens zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Ein Gericht in Lanzhou sprach sie schuldig, giftige und gesundheitsschädliche Lebensmittel hergestellt und verkauft zu haben. Fünf weitere Beschäftigte erhielten Haftstrafen zwischen sechs und 15 Jahren.
Nach Überzeugung des Gerichts hatten die Betreiberin und die Kindergartenleitung das Küchenpersonal angewiesen, gesundheitsschädliche Stoffe unter die Mahlzeiten zu mischen. Damit sollte das Essen farblich ansprechender wirken und Werbung für die Einrichtung machen. In zwei untersuchten Speiseproben lag der Bleigehalt mehr als 2.000 mal über dem erlaubten Grenzwert. Der Fall war im vergangenen Jahr bekanntgeworden.
Die Ermittlungen deckten auch Versäumnisse bei Behörden und medizinischen Einrichtungen auf: In einem örtlichen Krankenhaus waren Bluttestergebnisse von Kindern nachträglich nach unten korrigiert worden.
dpa/fk