Im Kongo wird der ehemalige Präsident Joseph Kabila zum neuen Anführer der Rebellengruppe AFC-M23. Er will daraus eine neue Bewegung formen, die das Regime des derzeitigen Präsidenten Félix Tshisekedi stürzen will. Schon lange wird vermutet, dass Kabila hinter den Kulissen eine wichtige Rolle bei den Rebellen im Ostkongo spielt, die von Ruanda unterstützt werden.
Kabila war im vergangenen Jahr in Abwesenheit wegen Verrats zum Tode verurteilt worden. Nun übernimmt er die Führung der Rebellengruppe und benennt sie in FRN um, was übersetzt bedeutet "Front für die Neugründung der Nation". Seit ihrer überraschenden Offensive vor knapp zwei Jahren kontrollieren die Rebellen eine große, rohstoffreiche Region mit zahlreichen Minen. Aufeinanderfolgende Friedensabkommen und Waffenstillstände haben bislang nichts bewirkt.
vrt/sh