US-Präsident Donald Trump will ungeachtet der Kritik an seinem jüngsten Vorgehen im Ukraine-Krieg den Aggressor Russland nicht stärker in die Pflicht nehmen und sieht vor allem die Ukraine unter Zugzwang.
Auf die Frage, wie er Russlands Präsident Putin dazu bewegen wolle, sich an die Waffenruhe auf Energieanlagen zu halten, sagte Trump vor Reportern, er glaube, dass Putin eine Einigung erzielen wolle - und man den ukrainischen Präsidenten Selenskyj dazu bringen müsse, das ebenfalls zu wollen.
US-Präsident Trump hatte am Sonntag verkündet, Russland und die Ukraine hätten sich auf ein Ende der Angriffe auf die Energieinfrastruktur des jeweils anderen geeinigt. Laut Selenskyj hält sich die Ukraine an die Vereinbarung. Sie habe in den vergangenen Tagen keine russischen Raffinerien oder andere Energieanlagen angegriffen.
Allein in diesen zwei Tagen habe Russland aber 19 Regionen des Landes beschossen. Die Ukraine sei zu gegenseitigen Schritten zur Deeskalation bereit, so Selenskyj. Dafür brauche es wirksamen Druck auf Russland.
Charkiw: Tote und Verletzte nach russischem Angriff
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Demnach wurde ein viergeschossiges Wohnhaus getroffen. In den Trümmern des Hauses könnten noch Menschen verschüttet sein.
Auch in der Hauptstadt Kiew meldete Bürgermeister Vitali Klitschko Schäden an einem Wohnhaus nach einem russischen Drohnenangriff.
Im Westen der Ukraine brannten im Gebiet Lwiw laut Zivilschutz drei Wohnhäuser nach einem Drohnenangriff. Informationen zu Verletzten gibt es bisher nicht.
In der ukrainischen Hafenstadt Mykolajiw im Süden des Landes haben russische Drohnen ein Frachtterminal beschädigt.
Auch aus Russland wurden Schäden gemeldet. Dort gab es nach Drohnenangriffen Schäden in einem Industriegebiet.
dpa/vrt/sh/vk