Russland hat die von US-Präsident Trump angekündigte Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine bislang nicht bestätigt. Kremlsprecher Peskow erklärte, die Kontakte mit den USA dauerten an.
Sobald es Ergebnisse gebe, werde Moskau darüber informieren. Er lobte ausdrücklich die Bemühungen der USA um eine Friedenslösung.
Den Europäern warf Peskow dagegen vor, den Krieg durch ihre Unterstützung für die Ukraine zu verlängern. Russland kritisiert seit Langem die europäischen Waffenlieferungen und Finanzhilfen an Kiew.
Trump hatte am Sonntag eine Waffenruhe für Angriffe auf die Energieinfrastruktur angekündigt. Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigte sich überrascht, erklärte sich aber bereit, die Vereinbarung einzuhalten. Russland habe allerdings die Angriffe fortgesetzt und ein Heizkraftwerk schwer getroffen, hieß es am Montagmorgen aus Kiew.
Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident behauptet, die Ukraine und Russland würden ihre gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen einstellen. Mit einer ähnlichen Äußerung war er bereits Mitte September vorgeprescht. Doch schon nach Trumps damaliger Verkündung setzten beide Seiten ihre Angriffe fort.
Kritik an Diesel-Deal
Demokratische und republikanische US-Senatoren kritisieren den von Präsident Trump geplanten Import russischen Diesels als rechtswidrig. Der Kongress habe im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heißt es in einem Schreiben von sieben Senatoren beider Parteien.
Trump steht innenpolitisch unter Druck, weil der Preis für Diesel in den USA infolge des Iran-Kriegs neue Höchststände erreichte - und das kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen Anfang November, den Midterms.
dpa/sh/mh