Vertreter der Ukraine werden am Freitag zu zweitägigen Verhandlungen in den USA erwartet. Geplant sind Gespräche mit den amerikanischen Sondergesandten Witkoff und Kushner.
Dabei solle ein neuer Vorschlag erörtert werden, der darauf abziele, den Krieg zu beenden, den Russland in der Ukraine führe, hieß es von einem hochrangigen US-Regierungsbeamten. An den Gesprächen sollen auch Vertreter der EU und der NATO teilnehmen.
Die amerikanischen Vermittlungsbemühungen stecken seit dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten im Februar in einer Sackgasse. In den vergangenen Wochen wurden sie jedoch wieder aufgenommen. Der ukrainische Präsident Selenskyj ist nach eigenen Angaben davon überzeugt, dass bei den Bemühungen noch nicht alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft seien.
Tote und Verletzte bei Angriffen
Bei gegenseitigen Angriffen sind in Russland und der Ukraine mehrere Menschen getötet oder verletzt worden.
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurden infolge russischer Drohnenangriffe mindestens vier Menschen getötet. Weitere 19 seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Klitschko bei Telegram mit. Am Donnerstagabend war es wegen der Drohnenattacken zu Stromausfällen in der Hauptstadt gekommen. Kurzzeitig fiel die U-Bahn der Dreimillionenstadt aus.
In der ukrainischen Stadt Saporischschja wurde durch russische Bombenangriffe laut den örtlichen Behörden ein Mensch getötet. Zudem gab es mehrere Verletzte, darunter ein Kind.
Bei einem ukrainischen Luftangriff in der Grenzregion Belgorod wurden zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt, darunter ein Kind. Das berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS. Bei einem Drohnenangriff in der Region Kaluga seien zudem neun Menschen verletzt worden. In der russischen Region Twer habe nach einem ukrainischen Drohnenangriff eine Fabrik in Redkino gebrannt.
belga/vrt/dpa/jp