Die Schweizer haben bei einer Volksabstimmung eine strengere Neutralität in der Verfassung abgelehnt. Nach einer ersten Hochrechnung stimmten 71 Prozent der Abstimmenden mit Nein.
Die Initiative stammte von der Vereinigung "Pro Schweiz", die der rechtskonservativen SVP nahesteht. Sie argumentierte, die Schweiz sei sicherer, wenn sie sich strikt aus bewaffneten Konflikten und Militärbündnissen heraushalte.
Zudem wollte sie verhindern, dass die Schweiz Sanktionen gegen Kriegsparteien verhängt. Ein Dorn im Auge war ihr, dass die Regierung nach Russlands Invasion der Ukraine die EU-Sanktionen weitgehend übernommen hatte.
Gegner betonten dagegen, die Sicherheit der Schweiz sei nur in Kooperation mit anderen Ländern gewährleistet und man dürfe Täter und Opfer eines Konflikts nicht gleich behandeln.
dpa/vk