Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, Russland zu stoppen. In der UN-Generaldebatte in New York beschrieb er nicht nur die Last, die sein Land in mehr als viereinhalb Jahren des Kriegs tragen müsse. Russland unter Präsident Putin bedrohe auch die Republik Moldau, Polen und die baltischen Staaten.
Wer Russland durch Handel Geld gebe, verschaffe diesem Krieg mehr Zeit, warnte Selenskyj. Er bezeichnete Putin als "Patient Null", von dem die Idee des Krieges sich immer weiter verbreite.
Tote und Verletzte nach russichen Angriffen
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht zu Donnerstag wieder mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben von Bürgermeister Klitschko wurden zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt. In drei Bezirken stürzten demnach Trümmerteile der Raketen ab. Dabei seien auch ein Wohnhaus und eine Entbindungsklinik beschädigt worden. Die Bewohner wurden aufgerufen, in den Schutzräumen zu bleiben.
Bei einem russischen Angriff auf ein landwirtschaftliches Gebäude im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Weitere zwölf wurden nach Angaben der regionalen Polizei verletzt. Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht von einem erneuten Kriegsverbrechen.
Rubio: Mögliche Ausweitung des Ukraine-Kriegs besorgt USA
US-Außenminister Rubio äußerte sich in New York beunruhigt über eine mögliche Ausweitung des Ukraine-Kriegs auf weitere Länder. Zugleich gab er bekannt, dass die USA Putin zum diesjährigen G20-Gipfel in Miami eingeladen haben. Er hoffe, dass Russlands Präsident die Einladung annehme.
Putin hatte in den vergangenen Jahren nicht an den Treffen teilgenommen. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte sich zuvor für ein Gespräch mit Putin bei dem Gipfel ausgesprochen. Russland wies den Vorschlag zurück.
dpa/vrt/jp