Ein früherer syrischer Gefängnisleiter ist in den USA zu 60 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Bundesgericht sprach den 74-Jährigen der Folter schuldig. Er hatte zwischen 2005 und 2008 das berüchtigte Gefängnis Adra in Damaskus geleitet und Folter an Gefangenen angeordnet und sich selbst daran beteiligt, um politische Gegner zum Schweigen zu bringen. Im Prozess sagten drei frühere Opfer aus.
Der Mann wurde zudem wegen Visa- und Einbürgerungsbetrugs verurteilt. Er war 2020 in die USA eingereist und hatte 2023 die Staatsbürgerschaft beantragt. Nach dem Sturz von Machthaber Assad Ende 2024 waren zahlreiche syrische Gefängnisse geöffnet worden.
belga/vk