Das UN-Menschenrechtsbüro hat systematische sexuelle Gewalt und Folter in der Ukraine dokumentiert. Der überwiegende Teil der Täter waren Russen. Das jüngste Opfer sei ein vierjähriges Mädchen gewesen, das älteste eine 82-Jährige.
Das UN-Team habe gut tausend Fälle seit Kriegsbeginn erfasst. Das sei jedoch nur ein Bruchteil der Realität. Die Angaben stützten sich auf vertrauliche Gespräche sowie Gerichts- und Behördendokumente. Zu besetzten Gebieten habe das Team keinen Zugang.
Dokumentiert wurden unter anderem Vergewaltigungen, Genitalverstümmelungen und Stromschläge, vor allem gegen männliche Gefangene. Auch russische Kriegsgefangene hätten von sexueller Gewalt berichtet. Die UN fordern von beiden Seiten eine unabhängige Aufklärung aller Vorwürfe.
dpa/vk