Bei einer Großrazzia gegen ein Mehrwertsteuer-Betrugsnetzwerk sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Das teilte die Europäische Staatsanwaltschaft EPPO mit.
Ermittler durchsuchten auch 20 Objekte in Nordrhein-Westfalen und Belgien. Bei den Durchsuchungen fanden Ermittler Bargeld, Luxusuhren, Handtaschen und Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von rund 300.000 Euro. Das Netzwerk soll Steuerausfälle von bis zu 60 Millionen Euro verursacht haben.
Verdächtigt werden neun Personen aus Deutschland, Frankreich und Belgien. Ein Hauptverdächtiger soll über Scheinfirmen fiktive Rechnungen im Wert von mehr als elf Millionen Euro ausgestellt haben. Das Geld floss demnach über internationale Bankkanäle unter anderem nach China und in die Türkei.
An den Ermittlungen in Belgien waren ein Untersuchungsrichter, die Föderale Polizei und mehrere Spezialeinheiten beteiligt.
belga/vk