Die türkische Polizei hat am Sonntag zahlreiche Razzien in LGBTQ-Bars und Wohnungen von Aktivisten durchgeführt. Begründet wurden die Aktionen mit dem Schutz der traditionellen Familie. Der Justizminister teilte mit, es seien Verfahren gegen 162 Verdächtige, neun Vereine und 13 Unternehmen eingeleitet worden.
Betroffen waren 15 Provinzen, darunter auch die Großstädte Istanbul und Ankara. Die Razzien seien Teil des von Präsident Erdogan ausgerufenen "Jahrzehnts der Familie". Erdogan macht LGBTQ-Menschen regelmäßig für den Geburtenrückgang in der Türkei verantwortlich. Homosexualität ist in der Türkei nicht strafbar, Homophobie aber weitverbreitet.
belga/vk