Chinas Staatschef Xi hat beim Brics-Gipfel in Neu-Delhi mehr Einsatz für Frieden im Nahen Osten gefordert.
China wolle gemeinsam mit den Mitgliedstaaten zu Frieden und Stabilität in der Region beitragen, sagte er. Der Krieg füge den Völkern dort schwere Verluste zu. Zudem nehme Machtpolitik zu und die internationale Ordnung werde herausgefordert. Die Brics-Staaten müssten auf der richtigen Seite der Geschichte stehen, so Xi.
Der Gruppe gehören neben Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika auch weitere Länder an, darunter Saudi-Arabien und der Iran.
Xi traf in Neu-Delhi auch Indiens Regierungschef Modi. Die Beziehungen beider Länder hatten sich nach einem tödlichen Grenzzwischenfall 2020 deutlich verschlechtert, seit 2024 verbessern sie sich wieder.
Gastgeber Indien hatte zuvor betont, es gehe bei der Konferenz um Zusammenarbeit und den Austausch zu globalen und regionalen Fragen. Ein wichtiges Thema ist der Krieg im Iran, der sich auf die Wirtschaft und die Energieversorgung weltweit auswirkt.
In Saudi-Arabien wurde eine wichtige Ölpipeline mit Drohnen angegriffen - wahrscheinlich durch eine vom Iran unterstützte Miliz. Die Leitung wurde vorsorglich stillgelegt. Im Nachbarland Jemen haben derweil die Huthi-Rebellen die Kontrolle über eine wichtige Meerenge übernommen, die zum Roten Meer führt. Auch das kann erhebliche Folgen für die internationale Schifffahrt haben.
dpa/vrt/jp/vk