Der ukraine Präsident Selenskyj hat sich offen für ein Treffen mit Putin gezeigt. Möglich wäre das bei einem G20-Gipfel im Dezember in Miami.
Das sagte er in einem Interview mit der Deutschen Welle. Beide Seiten müssten sich treffen, miteinander reden und Entscheidungen fällen, so Selenskyj. Worte seien nicht entscheidend, nur das Ergebnis zähle. Die USA hatten zuletzt neue diplomatische Bemühungen gestartet, um den Krieg zu beenden. Diese waren zuvor lange ins Stocken geraten. Trump hatte vergangenes Wochenende zwei Gesandte losgeschickt. Witkoff und Kushner reisten nach Kiew und Moskau. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, den Krieg innerhalb eines Tages zu beenden.
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind in der Nacht zu Samstag mindestens drei Menschen getötet worden. In Saporischschja kamen nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff auf ein Wohngebiet ums Leben. Mindestens eine weitere Person wurde verletzt. In Odessa am Schwarzen Meer wurden bei Attacken gegen die Hafeninfrastruktur mindestens 17 Menschen verletzt. In der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurde laut dem zuständigen Gouverneur ein Mensch bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet, zwei weitere wurden verletzt.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Fabrik im russischen Gebiet Samara angegriffen. Das teilte der Generalstab in Kiew mit. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand ausgebrochen. Das Unternehmen stelle unter anderem synthetischen Kautschuk her, wichtig für taktische und ballistische Raketen. Der Gouverneur der Region sprach lediglich von einem großen Drohnenangriff. Der Bürgermeister von Toljatti teilte mit, ein Mensch sei ins Krankenhaus gebracht worden. Mehrere Wohnhäuser seien beschädigt worden. Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion und nimmt dabei auch immer wieder Ziele im russischen Hinterland ins Visier.
belga/dpa/jp/vk