Die Schüsse nach einem Musikevent im Schweizer Kanton Aargau am Wochenende waren nach Polizeiangaben ein Amoklauf. Die Behörde hatte knapp 24 Stunden nach der Tat einen 43 Jahre alten Schweizer unter dringendem Tatverdacht festgenommen.
Er soll nach den Ermittlungen die Schüsse abgegeben haben, durch die eine Frau starb und sechs weitere Menschen verletzt wurden. Mitwisser oder Mittäter hat er nach Angaben der Ermittler nicht gehabt.
Bei dem Festgenommenen liegt nach ersten Erkenntnissen ein psychisches Leiden vor. Ein Motiv ist aber unklar. Vorstrafen sind offenbar nicht bekannt. Der Mann sei Truppenkoch gewesen und 2013 aus der Armee ausgeschieden.
Nach Angaben der Polizei war der Mann mit dem Auto zum Gelände des Aargauischen Rennvereins gefahren, wo seit Samstag ein Techno-Musikevent stattfand. Der Rave war praktisch zu Ende, als die Schüsse fielen. Es hätten sich aber noch mehr als 100 Menschen auf dem Gelände aufgehalten.
Der Mann habe dort mit einem Sturmgewehr zunächst rund 40 Mal wahllos in die Menschenmenge geschossen. An einem weiteren Standort habe er mit einer Pistole geschossen. In seinem Auto seien eine Kalaschnikow und zwei Pistolen gefunden worden.
Der Mann habe sich in der Nacht zu Montag selbst gestellt und sei nun in Untersuchungshaft. Gegen ihn laufe ein Strafverfahren wegen vorsätzliche Tötung, Mord, mehrfache Gefährdung des Lebens und Widerhandlung gegen das Waffengesetz.
dpa/est