Die Isländer stimmen Samstag in einem Referendum darüber ab, ob ihre Regierung die Gespräche über einen EU-Beitritt wieder aufnehmen soll.
Gegner eines EU-Beitritts Islands befürchten, dass das Land mit einer Mitgliedschaft einen Teil seiner Kontrolle über die eigenen Fischbestände und Fangquoten verlieren könnte. Als EU-Mitglied müsste das Land grundsätzlich die gemeinsame Fischereipolitik der EU übernehmen.
Island hatte bereits 2009 einen Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt und anschließend Verhandlungen aufgenommen. 2013 wurden diese unter einer EU-kritischen Regierung ausgesetzt. F
ür die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Kristrún Frostadóttir ist die Abstimmung eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft Islands. Sie unterstützt die Wiederaufnahme der Verhandlungen und hat zugleich zugesichert, das Ergebnis des Referendums zu respektieren.
dpa/dlf/mh