Nach Angaben des armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan könnte sein Land in Kürze offiziell einen Antrag auf Beitritt in die Europäische Union stellen. Einer solchen Annäherung zwischen Armenien und der EU steht vor allem Russland kritisch gegenüber.
Der Kreml fordert, dass die armenische Bevölkerung zu einem möglichen Beginn eines EU-Beitrittsverfahrens befragt wird. Auch die Präsidenten von Belarus, Kasachstan und Kirgistan hatten diese Forderung gestellt. Deren Länder sind wie Armenien Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion, der ebenfalls Russland angehört.
Paschinjan sagte am Montag, eine Volksabstimmung sei erst dann sinnvoll, wenn man die Umsetzbarkeit eines EU-Beitritts einschätzen könne. Deshalb müsse sein Land zunächst seine Kandidatur für eine Aufnahme in die Europäische Union einreichen, argumentierte der armenische Ministerpräsident.
Aufgrund der Annäherung zwischen der EU und Armenien hat Russland das Land mit Sanktionen belegt und unter anderem die Einfuhr landwirtschaftlicher Güter aus Armenien eingestellt.
belga/moko