Seit 1979 werden die Temperaturen der Weltmeere gemessen. Die jetzt festgestellten Werte zeigen: Das Meerwasser war noch wie so warm wie gegenwärtig.
Die tägliche weltweite durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur habe am vergangenen Samstag den höchsten Wert erreicht, der jemals gemessen worden sei, teilte der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus mit. Der Rekord sei am 22. August mit einer Temperatur von 21,1 Grad aufgestellt worden, womit der bisherige Höchstwert von 21,09 Grad vom März 2024 übertroffen worden sei.
"Dieser Rekord ist ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass der Ozean zunehmend unter Druck steht", sagte Samantha Burgess von Copernicus. Mit dem anhaltenden Anstieg der Meerestemperaturen nähmen die Risiken für Ökosysteme und Küstengemeinden zu. "Die Folgen sind bereits sichtbar: Die Zahl der Tage mit marinen Hitzewellen hat sich weltweit seit Anfang der 1990er Jahre mehr als verdreifacht", sagte Burgess.
Zwar sollten Tagesrekorde stets im klimatischen Zusammenhang gedeutet werden, erläuterten die Klimaforscher. Doch stehe dieser Meilenstein im Einklang mit der anhaltenden langfristigen Erwärmung der Weltmeere und dem Auftreten eines El-Niño-Ereignisses im tropischen Pazifik.
dpa/moko