Der Gründer des zusammengebrochenen chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Shenzhen sprach Xu Jiayin, wegen acht Wirtschaftsdelikten schuldig, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.
Dazu zählen unter anderem Betrug, Veruntreuung sowie Bestechung. Nach den Feststellungen des Gerichts fälschten Xu und das Unternehmen zwischen 2016 und 2021 fortgesetzt und in großem Umfang Finanzdaten. Sie blähten Vermögenswerte auf und verschleierten Verbindlichkeiten.
Evergrande war während des chinesischen Immobilienbooms mit geliehenem Geld rasant gewachsen und zeitweise einer der größten Immobilienentwickler des Landes. Ende 2021 kam Evergrande bei internationalen Anleihen in Zahlungsverzug. Der Zusammenbruch des Konzerns wurde zum Symbol für die bis heute andauernde Immobilienkrise in China.
dpa/RoP