US-Präsident Donald Trump will ein gemeinsames Militärmanöver mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen lassen. Trump verwies auf seine "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.
Außerdem ließ er durchklingen, dass die seit Jahren üblichen Übungen mit den südkoreanischen Streitkräften künftig auch ganz entfallen könnten. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social diese Übungen sendeten ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an ein Land, das - solange er Präsident gewesen sei - keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe. "Deshalb, und weil es zu spät für eine Absage ist, habe ich Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen Militärübungen deutlich zu reduzieren!"
Trumps Ankündigung schien ein Affront gegen den engen Verbündeten Südkorea zu sein, der ähnlich wie Nato-Partner in Europa auf den militärischen Schutz durch die USA zählt. Zudem schien Trump damit ausgerechnet dem international isolierten Machthaber Nordkoreas einen Gefallen zu tun. Kim droht Südkorea immer wieder mit militärischer Gewalt und bezeichnet den Süden als "Hauptfeind".
Pjöngjang baute seit Trumps erster Amtszeit sein Atomarsenal aus, zudem unterstützt Nordkorea Russland im Kampf gegen die Ukraine mit Munition und der Entsendung Tausender Soldaten.
dpa/est