An den Außengrenzen der Europäischen Union sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres deutlich weniger irreguläre Grenzübertritte registriert worden. Nach vorläufigen Zahlen der EU-Grenzschutzagentur Frontex gab es rund 61.000 unerlaubte Einreisen. Das sind 37 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Frontex weist allerdings darauf hin, dass die Zahlen die außergewöhnlichen Ereignisse an der EU-Außengrenze bei der spanischen Exklave Ceuta nicht berücksichtigen.
Die wichtigsten Migrationsrouten führen weiterhin über das Mittelmeer. 60 Prozent der registrierten irregulären Grenzübertritte entfielen auf die östliche Mittelmeerroute von der Türkei nach Griechenland sowie die zentrale Route von Libyen und Tunesien nach Italien und Malta. Auf beiden Routen ging die Zahl der Ankünfte deutlich zurück. Zugenommen hat dagegen die Migration über das westliche Mittelmeer nach Spanien. Dort registrierte Frontex 37 Prozent mehr irreguläre Grenzübertritte als im Vorjahreszeitraum.
dpa/mh