Der inhaftierte frühere Bürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, ist der neuen größten Oppositionspartei in der Türkei beigetreten. Nach 17 Jahren verlässt er dafür die Republikanische Volkspartei CHP.
In Sozialen Medien erklärte Imamoglu, in der CHP sei es nicht mehr möglich, Politik zu machen. Er kritisierte in diesem Zusammenhang die gerichtliche Absetzung des CHP-Präsidenten Özel.
Der abgesetzte Parteivorsitzende hatte die Entscheidung als politisch motiviert bezeichnet und rund zwei Monate später die "Neue Partei" gegründet. Eine Mehrheit der CHP-Abgeordneten schloss sich ihr an. Damit ist sie inzwischen die größte Oppositionspartei im türkischen Parlament.
Der seit Mai 2025 inhaftierte Istanbuler Ex-Bürgermeister Imamoglu gilt als einer der wichtigsten politischen Gegner von Präsident Erdogan. Er rief die Bevölkerung dazu auf, sich der neuen Partei anzuschließen.
dpa/mh