Ein Gericht in Syrien hat den ehemaligen Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Richter warfen ihm mehrfachen Mord, Folter, willkürliche Inhaftierung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Es ist der erste Schuldspruch gegen den früheren Präsidenten.
Assad war im Dezember 2024 von islamistischen Kämpfern in Syrien gestürzt worden und floh daraufhin ins Exil nach Russland. Auch Assads Bruder und ein Cousin wurden wegen Mitverantwortung zum Tode verurteilt. Während des 13-jährigen Bürgerkrieges in Syrien wurden mehr als eine halbe Million Menschen getötet. Der Prozess gegen Assad und sein Umfeld war im April eröffnet worden.
dpa/jp