Die Gegner von Gianni Infantino wollen den Druck auf den Präsidenten des Fußballweltverbandes hochhalten. In einem offenen Brief bekräftigen die Dachverbände von Europa, Asien, Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik ihre Kritik an Infantino. Sie fordern weiter einen Neuanfang an der Spitze der FIFA.
"Führung im Fußball ist kein Besitz. Es geht nicht darum, Macht zu haben - oder ihre Ausübung einzufordern", heißt es in dem Schreiben, das unter anderem von Aleksander Ceferin, Vorsitzender des europäischen Fußballverbandes UEFA, unterzeichnet wurde.
Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Nach riesiger Empörung musste er sein Vorhaben wieder begraben. In dem Brief wurde der Alleingang Infantinos bei seinen Plänen scharf kritisiert.
Es sei nicht anerkannt worden, dass der Vorschlag an sich grundlegend falsch war, äußerten die Verbände in ihrem offenen Brief. "Nach wie vor fehlt jede Einsicht, dass der Versuch, eine Beteiligung an der WM zu verkaufen, ein gravierendes Fehlurteil war - nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch", heißt es weiter.
dpa/moko