Insgesamt rund 72.000 Migranten sind nach neuen Regierungsangaben aus Madrid vergangene Woche irregulär in die Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Etwa 70.000 von ihnen seien inzwischen nach Marokko zurückgekehrt, sagte der spanische Innenminister Grande-Marlaska auf einer Pressekonferenz.
Nach der Bergung von drei weiteren Leichen sei die Zahl der Todesopfer auf 75 gestiegen. Mit den neuen Zahlen korrigierte die spanische Regierung ihre bisherigen Angaben zur Zahl der Menschen, die bei dem beispiellosen Ansturm vor allem am Donnerstag nach Ceuta gelangt waren, deutlich nach oben. Bislang war sie von rund 50.000 Ankömmlingen ausgegangen.
Ceuta-Krise: EU-Länder wollen Social Media besser beobachten
Die EU-Staaten wollen nach ihrem Streit über die Migrationskrise in Ceuta künftig geschlossener auftreten und Social Media als eine Art Frühwarnsystem besser beobachten. Darauf haben sie sich bei einer Sondersitzung per Video verständigt.
Die Kommunikation in Krisenzeiten könne durch zeitnahe Koordinierung weiter gestärkt werden und sollte kohärenter sein, hieß es.
Belgien plädiert für besseren Schutz der EU-Außengrenzen und Kampf gegen Menschenschmuggler
dpa/mh/jp